Region Hallenberg-Medebach
LEADER+-Projekt
Heidenstraße wiederbelebt
Kultur-Natur-Themenwege auf der Köln-Cassel-Leipziger Landstraße
Abschnitt
Winterberg-Medebach-Korbach
Die Projektschritte:
- Spurensuche und Archivrecherchen
- Flyer mit Karte
- Routenfestlegung und Markierung
- Reiseführer (Internet und Broschüre)
- Exkursionen und Vorträge
Die Perspektiven:
Von Leipzig bis Köln: Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Gruppen
und Institutionen
Wir laden alle Freunde historischer Wege ein, mit uns
zusammenzuarbeiten.
Kultur-Natur-Themenweg
Im Entwicklungskonzept der Region Hallenberg-Medebach ist die
Wiederbelebung der Heidenstraße eines der Projekte. Ihre Spuren
verlaufen durch das reizvolle Europäische Vogelschutz-Gebiet
Medebacher Bucht.
Der Weg soll Kultur- und Naturerlebnisse vermitteln, auch Sehenswürdigkeiten
am Wege, in der Umgebung sowie in den benachbarten Orten.
Dies gilt für Wanderer, Radwanderer, auch wieder für
Pilger, zudem PKW-Reisende, die Zielpunkte besichtigen. Für die
Einheimischen soll er Geschichtsverständnis und Identitätsgefühl
stärken
West-Ost-Handels- und Pilgerstraße
Schon vor mehr als 1000 Jahren ist ein fast schnurgerader
ost-westlicher Heer- und Handelsweg , wie auch Jakobspilgerweg vom
Osten Europas über Leipzig durch das Eichsfeld, über Kassel,
Korbach und Winterberg, durch Elspe, Attendorn, Valbert und
Meinerzhagen nach Köln bekannt, als Jakobspilgerverkehr bis nach
Santiago de Compostella. Der
Handels- und Pilgerverkehr belebte über Jahrhunderte die an- und
umliegenden Orte. Im 19. Jahrhundert verlor die Straße mit der
Neuanlegung der Chausseen ihre Bedeutung. Im Sauerland heißt
diese Köln-Leipziger Handelsstraße "Heidenstrasse".
Vielleicht deshalb, weil sie auf den häufig abgeholzten Gebirgskämmen
durch Heidelandschaft führte, vielleicht aber auch, weil über
diesen Weg die Missionierung der Sachsen bzw. der Slawen
vorangetrieben wurde.
Schwierige Strecke - umkämpftes Grenzland
Es galt, zwischen Korbach und Küstelberg 300 Höhenmeter zu überwinden,
und das zu jeder Jahreszeit. Zudem führte die Straße
Jahrhunderte lang durch - zwischen Waldeck und Kurköln - hart umkämpftes
Grenzland mit mehrfach wechselnden Landeshoheiten für die Dörfer
in der Freigrafschaft Düdinghausen. So entstanden im Laufe der
Zeit zwischen Küstelberg und Korbach mehrere Trassen.

Spurengeflecht zwischen Küstelberg und Korbach
Zwischen diesen beiden Orten gehören daher mehrere Spuren zum
Projekt:
- Eine gerade Route über Oberschledorn nach Niederschleidern
und dann über den Wipperberg bzw. die Wüstung
Halgehaus/Eisenberg nach Lengefeld und Korbach. Sie führt
mitten durch das Europäische Vogelschutzgebiet Medebacher
Bucht.
- Eine nördliche Wasserscheidenroute über den Hoppernkopf
auf einem Kammweg auf der Landesgrenze über Usselner,
Titmaring- und Düdinghäuser Gebiet nach Welleringhausen
und über Rehna nach Korbach. Sie lässt großartige
Fernblicke zu und führt durch eines der letzten Heidegebiete
der Region.
- Eine südliche Route über Rennefeld und Langeln bzw. über
Medebach/Glindfeld nach Eppe, dann am Eisenberg vorbei nach
Lengefeld und Korbach. Sie erschließt die Hansestadt Medebach,
das ehemalige Kloster Glindfeld und den Eisenberg mit Aussichtsturm,
Burgruine und Goldlehrpfad.
Jeder der drei Wege ist erlebisreich
Die Ausdehnung des Projekts über die LEADER+-Region hinaus zu
den Nachbarstädten Winterberg und Korbach wurde gewählt,
weil sie markante Endpunkte der Strecke bilden - damals lagen sie eine
Fuhrmanns-Tagesstrecke auseinander. Sie
stellen zudem touristische Schwerpunkte dar. Heute weisen in
Winterberg die St. Jakobuskirche und in Korbach die Statue eines
Jakobspilgers im Portal der Kilianskirche auf die Pilgerbewegungen auf
der Heidenstraße hin.
Die Aufspaltung der Strecke zwischen Küstelberg und Korbach in
drei Parallelrouten wird in unserem Projekt aufgegriffen, weil jede
der Routen unterschiedliche Erlebnisse vermittelt. Querverbindungen
verknüpfen die drei Wege.
Die Wegeangebote werden weitestgehend über vorhandene
Wanderwege entwickelt. An geeigneten Stellen wird über ein
Zeichen oder über Hinweise oder Texttafeln auf Besonderheiten am
Wege, in der Umgebung, in den benachbarten Orten hingewiesen.
Einzigartige authentische "Zeitzeugen"
Ins Bewusstsein gebracht werden sollen an den Strecken viele
wiederentdeckte "Exponate":
- Schwedenschanzen in Winterberg-Altastenberg
- Jakobuskirche Winterberg mit Pilger-Schlafraum
- Gut sichtbare Hohlwege in den Wäldern
- Prachtvolles Herbergsgebäude in Küstelberg, 140seitiges
Tagebuch (1797-1804) des Herbergswirts Adam Padberg
- Zollschranken-Stein auf der Deifelder Höhe
- Zollstations-Protokoll in Oberschledorn
- Urkunden über Düdinghäuser Fuhrleute auf der
Heidenstraße/Jakobusbruderschaft
- Doppelkreuz bei Langeln aus napoleonischer Zeit zum Gedenken an
einen Kosaken-Offizier
- Eine Kette alter Grenzsteine auf der Nordtrasse entlang der
Waldeckisch-westfälischen Grenze sowie die Usselner Hochheide
- Geschichtlicher Dorfrundgang in Düdinghausen über die
wechselvolle Geschichte dieses Grenzdorfes zwischen Kurköln und
Waldeck
- Jakobspilgerstatue im Portal der Korbacher Kilians-Kirche
- Burgruine Eisenberg
Flyer
Ein Flyer mit Karte wird zusätzlich eine Übersicht über
diese vielen sich bietenden Möglichkeiten geben. In der Karte
sind die Original-Trassen mit weitgehend noch erkennbaren Hohlwegen,
außerdem die Sehenswürdigkeiten links und rechts und in den
benachbarten Orten aufgezeichnet.
Internet-Präsentation und Reiseführer
Eine virtuelle Reise per Internet und ein Reiseführer enthalten
ausführliche Informationen über Geschichte, Kultur,
Landschaft und touristische Angebote der Region.
LEADER+-Projekt mit vielen Partnern
Hinter ihm stehen:
- die Geschichts- und Heimatvereine Medebach, Düdinghausen und
Usseln
- Sauerländer Gebirgsverein (SGV)
- Hessisch-Waldeckischer-Gebirgs- und Heimatverein Korbach (HWGHV)
- Biologische Station des HSK
- Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA)
- Touristik - Institutionen der Städte Winterberg, Medebach
und Korbach
- Verein für nachhaltige Enwicklung der Region
Hallenberg-Medebach
- Freundeskreis der Jakobspilger (Paderborn)
Impressum
Herausgeber und Adresse:
Projektgruppe Heidenstraße
z.H. Horst Frese, NUA
Siemensstr. 5
45659 Recklinghausen
Tel.: 02361 / 305 225
Email: info@heidenstrasse.de
Internet: www.heidenstrasse.de
Weitere Ansprechpartner:
- Hubert Thorwirth (HWGHV)
Tel: 05631 / 7034
eMail: Hubert_Thorwirth@gmx.de
- Uli Lange (SGV)
Tel: 02985 / 1083
Email: Markus.Lange@t-online.de
- Annemarie Schmoranzer
(Freundeskreis Jakobspilger)
Tel: 02904 / 710 667
Email: a_schmoranzer@web.de
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